R a s s e b e s c h r e i b u n g !

 

 

 

     

 

Der Deutsche Mittelspitz

 
    
 
 

Mit einer Schulterhöhe zwischen 30 und 38 cm ist er der Rassevertreter mit der klassischen Spitzgröße. Er war wohl der Größenschlag, der in früheren Jahrhunderten Standard für den normalen Spitz war, den man als Wachhund in den Stuben der Handwerker, der Kleinbauern, der Fuhrleute und beim einfachen Volk antraf. Bis in die Gegenwart hat er durch sein keckes, unbestechliches, hab- und gutverteidigendes Wesen das Image des Deutschen Spitzes geprägt. Auch auf alten Gemälden und Illustrationen, sowie in den Werken der klassischen Dichter ist der Spitz von mittlerer Größe verewigt worden, leider nicht immer positiv. Dies wahr wohl auch der Grund, daß diese Spitzgröße bei den Anhängern der Reinzucht und bei den Gründern des Vereins, schief angesehen war und offiziell nicht gezüchtet wurde. Erst im Jahr 1969 hat der Mittelspitz seinen Platz im Standard der Deutschen Spitze erhalten.

 
 
    
   
  
 
 

In den letzten Jahren hat er erfreulicherweise einen deutlichen Aufschwung erlebt, besonders die klassische Farbe weiß hat viele neue Freunde gefunden. Gezüchtet wird der Mittelspitz zur Zeit in den Farben schwarz, braun, weiß, orange, graugewolkt und andersfarbig.

 

 

 

Der Deutsche Kleinspitz

 
   
  
 
 

23 bis 29 cm beträgt die Schulterhöhe des Kleinspitzes. Im Gegensatz zum Zwergspitz wurde er früher nur in den klassischen schwarz, braun, weiß, orange reingezüchtet, also ohne Einkreuzung anderer Farben. Viele Jahre waren die Kleinspitze nur in Mitteleuropa zu finden, inzwischen haben sie als German-Kleinspitz auch in England und Australien einen festen Platz auf Hundeschauen und im Zuchtgeschehen.

 
 
 

Neben den Reinfarbigen haben wir inzwischen auch andersfarbige und gescheckte Kleinspitze. Durch die neu hinzugekommenen Blutlinien aus der ehemaligen DDR hat diese Spitzgröße in den klassischen Farben einen neuen Aufschwung erlebt.

 
 
   
    

 

 

 

  

Der Deutsche Zwergspitz / Pomeranian

 
    
   
 
 

Mit einer Schulterhöhe von 18 bis 22 cm ist der Zwergspitz der kleinste Vertreter der Deutschen Spitze. Seine Vorfahren kamen vor über zweihundert Jahren als Kleinspitze von Pommern nach England. Dort nannte man sie Pomeranian und züchtete sie im Laufe von vielen Hundegenerationen immer kleiner, gleichzeitig wurden sie in die ganze Welt exportiert. Der englische und amerikanische Pomeranian-Standard hat im Gegensatz zu dem bei uns gültigen FCI-Standard keine Größenbeschränkung sondern Gewichtsvorgaben. Auf den dortigen Hundeschauen sieht man ebenso wie bei uns nur Exemplare bis etwa 22 cm. Um 1970 kamen die ersten Pomeranien nach Deutschland zurück. Als Zwergspitze wurden sie in die Spitzfamilie eingereiht. Nach vielen Rückschlägen in Bezug auf die Größe und die Farbe gelang es den Züchtern die Rasse zu stabilisieren und bekannt zu machen.

 
 
    
  
 
 

Zwergspitze werden heute in vielen Farben wie z.B. orange und andersfarbig gezüchtet. Unter andersfarbig versteht man Farbtöne wie creme, creme-sable, orange-sable, black-and-tan und Schecken. Schecken müssen eine weiße Grundfarbe haben. Die schwarzen, braunen, grauen oder orangen Farbflecken müssen über den ganzen Körper verteilt sein. Bei aller Farbenvielfalt bei den Zwergspitzen, sollte aber nicht vergessen werden, daß die klassische Farbe für diese Rasse ein gleichmäßiges Orange ist.

 

 

 

 

 

Der Deutsche Großspitz

 
   
 
 

Seine Schulterhöhe beträgt 42 bis 50 cm. Im Gegensatz zum Wolfsspitz ist er einfarbig schwarz, braun oder weiß. Leider werden die Deutschen Großspitze zur Zeit nur mit wenigen Exemplaren jährlich weitergezüchtet, so daß man durchaus von einer ernsten Gefahr für den Fortbestand der Rasse sprechen muß.
Durch seine stattliche Größe und durchaus elegante Erscheinung war der weiße Großspitz im letzten Jahrhundert eher in vornehmen und gutbürgerlichen Kreisen anzutreffen als beim einfachen Volk. Heute ist er ein idealer Familienhund dessen Anpassungsfähigkeit sprichwörtlich ist.

 
 
    
  
 
 

Der Großspitz kann ohne Übertreibung als einer der unbestechlichsten und aufmerksamsten Wachhunde innerhalb der Spitzfamilie angesehen werden. Das spitztypische Mißtrauen gegenüber Fremden ist bei ihm noch besonders stark ausgeprägt. Durch das geringe Zuchtgeschehen ist sein Fortbestand besonders gefährdet.

 

 

 

 

 

Der Japan Spitz

 

1973 kamen die ersten Japanspitze nach Europa, aber erst 1990 wurde der erste Wurf in Deutschland geboren. Der Verein für Deutsche Spitze betreut diese Rasse, weil bei den Vorfahren der Japan Spitze der klassische weiße deutsche Groß- und Mittelspitz bestimmt eine Rolle gespielt hat. Der Japan Spitz hat einen eigenen Standard, der unter der Nr. 262 bei der FCI hinterlegt ist.

 
 

Im Gegensatz zum deutschen Spitz ist sein Körper nicht quadratisch, sondern etwas länger als hoch. Die Schulterhöhe ist von 30 bis 38 cm erlaubt. Das Fell muß reinweiß sein.

 
 
 
 

Eine Besonderheit im Standard ist die Anmerkung "darf keinen Lärm machen". In den skandinavischen Ländern ist der Japan Spitz eine weit verbreitete Rasse, in den letzten Jahren hat sich auch eine kleine Zahl ernsthafter Züchter der Rasse in Deutschland angenommen.

  
  
  

 

 

 

Der Wolfsspitz/Keeshond

Mit einer Schulterhöhe zwischen 43 und 55 cm ist der Wolfsspitz der größte Vertreter der 5 Varietäten der Deutschen Spitze. Außerhalb von Mitteleuropa hat sich für ihn, die aus den Niederlanden stammende Rassebezeichnung "Keeshond" durchgesetzt. Er ist eine der beiden Varietäten des Deutschen Spitzes, die seit Jahrzehnten weltweit gezüchtet werden.

Dadurch hat sich auch die Größe und das Erscheinungsbild des englischen, skandinavischen, nordamerikanischen und australischen Wolfsspitzes etwas gegenüber dem mitteleuropäischen Rassevertreter verändert. Durch die 1997 erfolgte Anpassung des Standards hat der Verein für Deutsche Spitze erreicht, dass der Keeshond, nicht als eigenständige Rasse etabliert wurde und somit den Züchtern auf der ganzen Welt weiterhin zusammenzuarbeiten.

So haben deutsche Züchter z.B. immer wieder Spitzentiere aus den Niederlanden, aus Dänemark und sogar aus Nordamerika in deutschen Blutlinien eingekreuzt um Merkmale zu festigen und zu verbessern.

Die Bezeichnung Wolfsspitz ist auf die graugewolkte Farbe zurückzuführen, während die niederländische Namensgebung Keeshond, von einem niederländischen Revolutionsführer und Keeshondbesitzer des 18. bzw. beginnenden 19. Jahrhunderts stammt. Der unbestechliche Keeshond wurde zum Symbol der patriotischen Revolution und hat damit in der Historie der Niederlande einen wichtigen Platz eingenommen.

 
 
   
 
 

Amerika, das mit zeitweise über 16000 registrierten Keeshonden p.a. wohl weltweit mit den größten Zuchtzahlen aufwarten kann, hat die Anerkennung der Rasse dem deutschen Emigranten Charles Hinderer zu verdanken, der in den 30er Jahren mit seinen Wolfsspitzen nach Amerika auswanderte. Die hervorragenden Eigenschaften des Wolfsspitz/Keeshond erlaubten ihm, in kurzer Zeit die Herzen der Menschen der ganzen Welt zu erobern.

 

 

 

Volpino Italiano

 

25 bis 30 cm beträgt die Schulterhöhe des Volpino Italianos. Er wird in den Farben weiß oder rot gezüchtet. Er ist ein lebhafter, fröhlicher und ausgelassener kleinformatiger Spitz.

Er ist einer der Abkömmlinge jener europäischen Spitze, die seit der Bronzezeit in den zentralen Gebieten unseres Kontinents lebten und deren fossile Skelette im Umkreis der Pfahlbausiedlungen zutage gefördert wurden. So lässt sich der Volpino auf dieselben Vorfahren wie der deutsche Spitz zurückführen, von dem er nicht Abkömmling, sondern Seitenlinie ist. Seit undenklichen Zeiten wurde er in Italien gezüchtet und in den Palästen des Adels ebenso aufgezogen wie in den Hütten der Wohnviertel des einfachen Volkes, wo man ihn ganz besonders wegen seines Schutzinstinktes und seiner Wachsamkeit schätzte. Er war der Hund Michelangelos und, im  18.Jahrhundert, unermüdlicher Begleiter der toskanischen und latinischen Fuhrleute, jederzeit bereit, jeden Fremden, den er auf seinem Wege antraf, lautstark zu vermelden.

 
 

 

Datenschutzerklärung
Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!